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einar

Junior Member

Kupfercarbonat, wieso?

Sonntag, 8. Juni 2014, 17:36

Im Ausgleichsbehaelter haben mich schon lange Brocken aus Gruenspan angegrinst. Fast tuerkisfarben, wahrscheinlich Kupfercarbonat. Weiss wer, wie ich zu dem Zeug komme?

Beim Versuch das Zeug zu entfernen, ist es mir erst recht in den Kuehlkreislauf gerutscht. Die Verstopfung hat dann zu einer grossen Zerlegung gefuehrt. Dabei sind mir wieder einige Dinge aufgefallen:
Meine Kupferkuehlkoerper (CPU und GraKa) sind innen pechschwarz angelaufen. Weiss jemand wieso?
Beim GraKa-Kuehler wird das Wasser bei mir durch enge Lamellen gezwungen (ATI HD 6800). Die sind sogar mit Zahnseide schwer zu reinigen. Hier wuerde ich selber ein paar Grad Kuehlleistung fuer etwas wartungsfreundliches Design opfern :-)
Mein Delrin 5.25 Ausgleichsbehaelter (von der Konkurrenz, sorry) hat massiv gelitten! Da beginnt der Lochfrass. Das sieht wirklich sehr haesslich aus und ich kann abschaetzen, dass er in drei Jahren dann durchgefressen sein wird. Hat jemand eine Idee, wieso Delrin so leidet?

In meinem Kuehlkreislauf ist nichts aus Alu. Ich verwende "destillatgleiches" Wasser mit einem Antioxidanzmittel. Die Wasserkuehlung laeuft so seit etwas mehr als zwei Jahren.

Pilo

Senior Member

Montag, 9. Juni 2014, 04:12

Brocken aus Grünspan können noch von der Produktion im Radiator gewesen sein, wenn dieser nicht vor dem Einbau durchgespült wurde, z.B. Ablagerungen an Lötstellen, oder Späne.
Die Kühler sind innen schwarz 'angelaufen', also eine chemische Reaktion (Oxidation), oder ist es nur ein Belag der sich relativ einfach wegwischen läßt?
Was meinst du mit Lochfraß in Bezug auf einen AGB als Delrin? Delrin ist eine andere Bezeichnung von POM (Polyoxymethylen) und ist ein thermoplastischer Kunststoff. Leider hab ich nichts gefunden in Bezug auf chemische Beständigkeit. Das Einzige was mir einfällt ist eine Reaktion des POM auf dein verwendetes Antioxidanzmittel und/oder deiner verwendeten Verschlauchung. Die Schläuche sind oft aus PVC herstellt und enthalten Weichmacher die den spröden Kunststoff PVC erst vielseitig nutzbar machen. Das lästige jedoch ist, der Weichmacher bleibt nicht im PVC-Kunststoff, sondern diffundiert z.B. in das Kühlwasser. Ich weiss nicht was für ein Antioxidanzmittel du verwendest, aber eines könnte eine chemische Wechselreaktion mit dem Weichmacher, dem PVC, dem POM und weiteren Materialien im Kühlkreislauf stattgefunden haben, die erstens zur Zersetzung des AGB und zweitens zur Kühlkörperverfärbung führten.

Mein Hauptverdächtiger im Moment ist das Antioxidanzmittel. Was hast du da verwendet?
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Montag, 9. Juni 2014, 12:12

"Gegen starke Säuren (pH < 4) und oxidierende Medien ist POM-C unbeständig."

Da haben wir wohl das Problem. Warum du allerdings ne Oxidation im System hast ist mir fraglich.. Würde auch die Anschlüsse in Betracht ziehen.
Verkaufe Twinplex; Twinplex Pro

einar

Junior Member

Montag, 9. Juni 2014, 21:57

Interessante Antworten! Danke.

Ich erinnere mich, dass ich den Radiator gut ausgespuelt habe. Aber wer weiss...

Die schwarze Schicht auf dem Kupfer haette ich eher fuer einen Belag gehalten (als eine Oxidation). Auch wenn er sich beim Entfernen als sehr hartnaeckig erwiesen hat. Ich werde stellenweise mit dem Belag leben, weil mir der Aufwand, ihn zu entfernen, zu gross ist. Beim CPU Kuehler wuerde ich eher die feine Struktur im Kupfer durch's Schrubben gefaehrden.

Meine "AntiCorro Fluid" enthaelt gemaess Aufschrift Hydroxyphosphoncarbonsaeure. Da die Substanz fuer Wasserkuehlungen verkauft wird, haette ich sie jetzt nicht verdaechtigt. Mir ist das destillatgleiche Wasser suspekter. Destillatgleiches Wasser kann noch einiges enthalten. Fluoridzusaetze koennten am Delrin genagt haben. (Uebrigens: Muss ich mal ein Bild hochladen. Das sieht wirklich wie Lochfrass aus)
Was benutzt ihr? Echtes destilliertes Wasser oder auch die Hausfrauenversion fuer's Buegeleisen?

Meinen PVC Schlaeuchen traue ich auch nicht. Da sind einige truebe angelaufen. Ein Zeichen fuer chemische Veraenderung.
Ich werde naechste Woche mal Ausgleichsbehaelter und Schlaeuche ersetzen.

Schon erstaunlich, was sich in zweieinhalb Jahren so in einer Wasserkuehlung tut...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »einar« (9. Juni 2014, 22:02)

einar

Junior Member

Und noch ein Nachtrag

Montag, 9. Juni 2014, 22:13

Beim Ueberdenken kommt mir noch in den Sinn, dass ich dieselbe Antioxidanz in drei wassergekuehlten Rechnern einsetze. Bisher ohne Gruenspan und sonstigen Beschwerden. Das selbe gilt fuer das destillatgleiche Wasser.

Aber ich verwende zum ersten Mal statt der PUR Schlaeuche, weichere PVC Schlaeuche. Die Qualitaet der Schlaeuche oder eine Reaktion zwischen Antioxidanz und Schlauch koennte also wirklich eine Rolle spielen.

Dienstag, 10. Juni 2014, 06:09

Hi,
in meinem System verwende ich Neopreene puren Gummischlauch und ein Mix aus DP-Ultra mit Destiwasser 50/50% ( Kaufhaus )
Das Ergebniss nach ca. 3 Jahren: Noch " alles klar " im AGB.

Dienstag, 10. Juni 2014, 10:44

Hausfrauwasser + G30 (Autokühler Koro/Frost-Schutz) in einem Mischkreislauf mit Kupfer und Alu. Seit Jahren keine Probleme.

Dienstag, 10. Juni 2014, 13:56

Hydroxyphosphoncarbonsäure ist kein gutes Korrosionsschutzmittel. Es verhindert die Korrosion nur zum Teil, da es mit abgelösten Metallionen abreagiert. Ist dann irgendwann das Lösungsprodukt des Wassers überschritten (das dauert je nach verwendeten Materialen unterschiedlich lange), wird dieser grünliche Dreck ausgeschieden.
Aqua-Computer hatte diesen Korrosionsschutz sehr lange als "ACFluid" im Programm und hat ihn nun endlich durch einen wirksamen Korrosionsschutz ersetzt.

Du kannst hierfür gerne mal in meinen alten Thread schauen: http://forum.aquacomputer.de/wasserk-hlu…eim-und-messing

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Labrat« (10. Juni 2014, 13:58)

Pilo

Senior Member

Dienstag, 10. Juni 2014, 15:55

Hydroxyphosphoncarbonsäure ist eine organische Säure. Kupfer ist korrosionsanfällig gegen organische Säuren, was den schwarzen Belag allen Anschein nach zu einer Oxidschicht macht. Ich persönlich würde daher Abstand von deinem Antioxidanzmittel nehmen. Ich hab seit fast 2 1/2 Jahren einen Kühlkreislauf mit Double Protect Ultra am Laufen ohne das Kühlwasser zu wechseln, sondern nur mit dest. Wasser wieder aufgefüllt und ebenfalls bis jetzt keine erkennbare Verkeimung oder Oxidation.
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Dienstag, 10. Juni 2014, 17:34

Hmm...

Der Rechner aus meiner Signatur steht jetzt, denk ich mal, seit gut 10 Jahren unter AC-Fluid - bisher ist mir da nichts an den Kühlern aufgefallen.
Labrat, hatte bei Dir damals nicht auch Alu und/oder Messing oder so was damit zu tun?

Ansonsten bei mir ein CuPlex und zwei Twinplexe, sowie ein APEvo 240 -> alles Kupfer
Dieser Lt-Festplattenkühler und ein rot eloxierter Aquatube -> eloxiertes Alu, oder?
meine Säulen -> PMMA
Schläuche -> PUR

kein blankes ALU, kein PVC, kein POM
Eheim1046->AD->CPU->NB->GraKa-APE240->AT AMD Sempron2500@2090MHz-K7VT4A+FSB333@380MHz-Maxtor80GB-Nvidia Geforce FX 5500

einar

Junior Member

Mittwoch, 11. Juni 2014, 18:08

Vielen Dank! Gute Informationen.

Ich werde Ende der Woche mit neuen Schlaeuchen und einem anderen Antioxidanz einen Neustart versuchen


Nebenbei, mein angenagter Ausgleichbehaelter:

Mittwoch, 11. Juni 2014, 19:02

gehts evtl etwas größer/detaillierter? so seh ich da nur irgendwas, aber nix konkretes :?

Mittwoch, 11. Juni 2014, 19:58

Hmm...

Der Rechner aus meiner Signatur steht jetzt, denk ich mal, seit gut 10 Jahren unter AC-Fluid - bisher ist mir da nichts an den Kühlern aufgefallen.
Labrat, hatte bei Dir damals nicht auch Alu und/oder Messing oder so was damit zu tun?

Ansonsten bei mir ein CuPlex und zwei Twinplexe, sowie ein APEvo 240 -> alles Kupfer
Dieser Lt-Festplattenkühler und ein rot eloxierter Aquatube -> eloxiertes Alu, oder?
meine Säulen -> PMMA
Schläuche -> PUR

kein blankes ALU, kein PVC, kein POM


Solange die Eloxalschicht innen am AT nicht beschädigt ist, brauchst du bei dem Kreislauf auch theoretisch keinen Korrosionsschutz. Das erklärt auch, warum AC-Fluid bei dir keine Probleme macht: Es werden einfach viel zu wenig CU-Ionen abgeschieden, als das es zu einer Ausflockung kommen könnte.

Mittwoch, 11. Juni 2014, 23:07

Aber ohne hätten die Oszillatorien da keine Überlebenschance drinnen...

Daß sich das AC-Fluid als Chelatbildner irgendwann erschöpft, ist klar. Ich wollte eigentlich darauf hinweisen, daß das Problem nicht nur an der Kombination Kupfer-Hydroxyphosphoncarbonsäure (und ggf eloxiertes ALU) liegt, sondern die anderen beteiligten Kunststoffe stark beteiligt sein müssen.
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Pilo

Senior Member

RE: Kupfercarbonat, wieso?

Donnerstag, 12. Juni 2014, 02:59

Mein Delrin 5.25 Ausgleichsbehaelter (von der Konkurrenz, sorry) hat massiv gelitten! Da beginnt der Lochfrass. Das sieht wirklich sehr haesslich aus und ich kann abschaetzen, dass er in drei Jahren dann durchgefressen sein wird. Hat jemand eine Idee, wieso Delrin so leidet?
In meinem Kuehlkreislauf ist nichts aus Alu.
Nebenbei, mein angenagter Ausgleichbehaelter:

Für mich ist das eindeutig ein AGB aus Aluminium und nicht aus POM bzw. Delrin (Kunststoff). Die weißen Ablagerungen sind meiner Meinung nach dann Aluminiumoxid. Wenn man Kupfer (+0,52 V) und Aluminium (−1,66 V) in einem Wasserkreislauf mit einer Säure, hier deine Hydroxyphosphoncarbonsäure, kombiniert, bekommt man ein Galvanisches Element (Aluminium-Kupfer) bzw. eine Galvanische Zelle, also eine Batterie. Da Aluminium unedler als Kupfer ist wird es oxidiert, es ist das Reduktionsmittel. Das Kupfer wird dann reduziert, es ist in diesem Fall das Oxidationsmittel. Ich denke mal damit ist alles gesagt und erklärt den Lochfraß und das angelaufene Kupfer.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Pilo« (12. Juni 2014, 03:00)

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Donnerstag, 12. Juni 2014, 09:36

Naja, wenn man nach dem Konkurrenzprodukt sucht und dann Alpha**** findet, steht dort auch das er aus Delrin gefertigt ist. Leider erkennt man auf dem Bild nicht wirklich was, für mich siehts aber so aus, als ob das POM "gequollen" ist ? Die Farbe sollte sich eigentlich nicht wirklich ändern, da der komplette Kunststoff eingefärbt ist und nicht nur eine Schicht drauf lackiert.. Wenn es sich tatsächlich um eine Quellung handelt, dann ist das aber schon sehr massiv was am Gange ...
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Pilo

Senior Member

Donnerstag, 12. Juni 2014, 15:10

POM kann gänzlich durchgefärbt werden. Das sieht man ja am schwarzen Delrin, da POM von Natur aus eigentlich opak weiss ist. Den Kunststoff jedoch mit einer Lackfarbschicht zu überziehen, obwohl man ihn durchfärben kann, macht den Hersteller nicht gerade vertrauenswürdig.

Warum ich jedoch immer noch denke, dass es sich eventuell um einen eloxierten Alu-AGB handelt, veranschaulicht folgendes Bild eines oxidierten Motorgehäuses aus Aluminium:

Das sieht sich doch sehr ähnlich.
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Donnerstag, 12. Juni 2014, 15:47

Vielen Dank! Gute Informationen.

Ich werde Ende der Woche mit neuen Schlaeuchen und einem anderen Antioxidanz einen Neustart versuchen


Nebenbei, mein angenagter Ausgleichbehaelter:

Das ist eindeutig Aluminium.

einar

Junior Member

Donnerstag, 12. Juni 2014, 17:34

Ihr habt recht. Das Teil ist aus Aluminium. Und damit sind die Raetsel geloest.

Man muss eben auf seinen Bauch hoeren und nicht auf das, was der Hersteller beschreibt. Wahrscheinlich waren die Ausgleichsbehaelter frueher aus Alu (meine Version) und sind inzwischen aus Delrin.

Bessere Bilder zu liefern ist noch schwierig. Ich habe kein Makroobjektiv.


Donnerstag, 12. Juni 2014, 20:22

Die Bilder reichen komplett, um es als Alu zu indentifizieren ;) Raus mit dem Ding und am besten was gescheites von AC kaufen :P
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